FRANK HOFFMANN & mg3

„Liebe und so weiter… - Variationen über die Himmelsmacht”

LESUNG & MUSIK

Freitag, 31. März, 20:00 Uhr

„Liebe und so weiter….“ umfasst nicht nur das Thema „Himmelsmacht“ im Spiegel der Jahrhunderte (das älteste bekannte Liebesgedicht aus Ägypten ist Teil des Programms) sondern beschäftigt sich auch mit den „Kollateralschäden“ dieser Gemütsverfassung: Ehe, Eifersucht, Scheidung, außereheliches Verhältnis (männlich und weiblich) und noch eine Menge anderer Katastrophen. Dazu wurden Recherchen bei allen verfügbaren Quellen angestellt - bei den Minnesängern ebenso wie bei Erich Fried oder Rainer Maria Rilke, bei Schlagertexten aus der Hochkonjunktur des Schmalzes bis zu heute bezüglichen Gesetzen in geschliffenster Beamtensprache. Dazu wird Frank Hoffmann erstmals nach dem „Käfig voller Narren“ an der Wiener Volksoper die Gesangsstimme wieder öffentlich aktivieren und Anleihen bei Hildegard Knef, Herman van Veen, Charles Aznavour und Frank Sinatra nehmen. Das Trio des wunderbaren Pianisten Martin Gasselsberger (Österreichs Jazzmusiker des Jahres 2008 / 2009 – Concerto Poll) rundet dieses vielseitige Programm ab. Frank Hoffmann ist bereits seit 1967 Mitglied des Burgtheaters in Wien. Neben diversen Gastspielen bei den Salzburger Festspielen, im Residenztheater in München, an der Oper in San Francisco und Genf, ist der Schauspieler auch durch seine österreichische und internationale Fernseh- und Filmtätigkeit bekannt. 1981 stand er an der Seite von Jean-Paul Belmondo vor der Kamera und 1998 drehte er die österreichische Filmreihe „Bella Ciao“ mit Senta Berger. Als Gestalter und Moderator der TV-Sendung „Trailer“ prägte er die Filmszene von 1975 bis 1998. Heute ist er als Intendant der Güssinger Festspiele erfolgreich. www.frankhoffmann.at

Frank Hoffmann – Stimme; Martin Gasselsberger – Klavier, Komposition; Roland Kramer – Bass; Gerald Endstrasser – Schlagzeug

 

Eintritt: 20,-


 

KURT PALM

„Strandbadrevolution”
LESUNG

Dienstag, 4. April, 20:00 Uhr

Liebeskummer, Langeweile, Rolling Stones & der Plan von der Revolution – mit Kurt Palm in die wilden 70er! Im Sommer 1972, in dem die Amerikaner Nordvietnam bombardieren, bereitet Ernst, der sich nach seinem Idol von den Rolling Stones Mick nennt, mit seinen Freunden im Strandbad die Revolution vor. Während sein Vater meistens in der Garage beschäftigt ist und seine Mutter die Tiefkühltruhe zum Bersten anfüllt, sollte Mick eigentlich für die Französisch-Nachprüfung lernen, lässt sich jedoch von zwei bislang im Bad noch nie gesichteten Mädchen ablenken. Doch schließlich endet dieser Sommer nicht nur für Candy, den jüngsten der Freunde, mit einer Katastrophe. Kurt Palm erzählt, wie lange ein Sommer in der Provinz in Österreich sein kann und wie kurz und unerbittlich das Leben.
Kurt Palm, geboren 1955 in Vöcklabruck. Frühe Tätigkeiten als Ministrant, Mittelstürmer und Autostopper. Studium der Germanistik und Publizistik in Salzburg. Seit 1983 als Autor und Regisseur tätig. Schrieb Bücher über Brecht, Stifter, Joyce, Mozart, Fußball und Palmsamstage. Drehte einige Kinofilme und inszenierte zahlreiche Opern und Theaterstücke im In- und Ausland. Einem breiten Publikum bekannt wurde Palm mit der gefeierten TV-Produktion „Phettbergs nette Leit Show“ (1994-96). Sein Bestseller „Bad Fucking“ (2010) wurde 2011 mit dem Friedrich Glauser-Preis für den besten deutschsprachigen Krimi des Jahres ausgezeichnet, die gleichnamige Verfilmung begeisterte 650.000 Kino- und TV-Zuschauer. Im Frühjahr 2017 erschien beim Deuticke Verlag sein Roman „Strandbadrevolution“ www.palmfiction.net

„Kurt Palm amüsiert mit Strandbadrevolution sehr.“ (Peter Pisa, Kurier)

„Sommer 1972. Aus dem Stoff macht Kurt Palm seinen besten Roman, der Strandbadrevolution heißt und eine Hommage ist auf Tagträumerei, jugendliche Unbeschwertheit und die ungeheure Macht der Musik.“ (Bernhard Flieher, SN)

In Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Thalia Ried

 

Eintritt: 10,-


 

 

The HAMBURG BLUES BAND feat.

MAGGIE BELL & KRISSY MATTHEWS

„35th Anniversary Tour“- 2017
 
BLUES/R&B/BLUESROCK

Freitag, 7. April, 20:00 Uhr

35 Jahre St. Pauli Blues! Und so lange schon touren fünf Typen durch überfüllte Clubs und gehören zum Besten, was die europäische Bluesszene zu bieten hat. Die Hamburg Blues Band steht für intensiven, clever arrangierten und live umwerfenden Roots Blues, der regelmäßig Puristen ins mentale Wanken bringt, denn die Truppe um den oft mit Joe Cocker verglichenen Sänger Gert Lange, vermengt bretterharten Gitarren-Bluesrock so spielfreudig wie traditionsbewusst mit Soul, Psychedelic und Rhythm & Blues. 1982 gründeten der Hamburger Sänger und der englische Saxophonist Dick Heckstall-Smith im legendären Hamburger „Onkel Pö“ spontan nach einer Mitternachts-Session die Hamburg Blues Band. Über die Jahre war die Band dann auch mit den Stars der Szene auf Tour: Jack Bruce, Chris Farlowe, Mike Harrison, Arthur Brown und Gitarrenheroen wie Clem Clempson, die auch abschnittsweise zu Bandmitgliedern wurden. Die famose Rhythmustruppe, Trommler Hansi Wallbaum & Bassist Michael Becker kennt man als eine verschworene Bande, die mit konsequenter Durchschlagskraft arbeitet. Unter dem Motto „35th Anniversary Tour“-2017 ist die Hamburg Blues Band mit Freunden & Weggefährten auf großer Jubiläumstour. „The Queen Of Rock From Scotland“, Maggie Bell gehörte in der 70ern mit Ihrer Band „Stone The Crows“ zu den Top-Acts der Rockfestivals & in den USA feierte man sie als die englische Antwort auf Janis Joplin. Sie arbeitete in ihrer ellenlangen Karriere u.a. mit Größen wie Rod Stewart, Jimmy Page, Eric Burdon u.v.a. 2007 luden sie Robert Plant, Jimmy Page und John Paul Jones als Gastsängerin zu dem legendären Led Zeppelin Reunion Konzert in London ein. Namen wie Jimi Hendrix, Muddy Waters, Eric Clapton, Jeff Beck, Johnny Winter, Rory Gallagher oder auch Pete Townsend fallen, wenn von dem erst 23 Jahre alten Krissy Matthews die Rede ist. Sie alle sollen Pate für den Gitarren-Stil des jungen Ausnahme Gitarristen gestanden haben und in der Tat ist das Spiel von Matthews alles andere als eindimensional. Mal klingt er frisch und rau, dann wieder schräg und wild.  Auch nach 35 Jahren ist die Hamburg Blues Band immer wieder für Überraschungen gut & präsentiert ihren ganz eigenen Sound fernab jeglicher Klischees. Auf der „35th Anniversary Tour“ 2017 erwartet das Publikum ein musikalisches Feuerwerk mit echten Typen und Originalen. www.hamburgbluesband.de

 

Eintritt: 25,-

 


 

 

RITA HATZMANN

& TINA GOEBEL

„Schönwettermenschen im Regen”

KOMÖDIE

Freitag, 21. April, 20:00 Uhr

Die Journalistin Katharina, eine moderne Karrierefrau, bringt alles unter einen Hut: Im Job erfolgreich, jongliert sie auch das Familienleben, bei dem sie kaum auf die Unterstützung ihres Mannes Heino zählen kann. Da stolpert die chaotische Leila in ihr Leben. Die neue Nachbarin will sich eigentlich nur ein Nudelsieb ausborgen – sie braucht es allerdings nicht zum Kochen sondern als Kostüm. Die junge Schauspielerin ist ständig auf der Jagd nach der Traumrolle. Dies ist der Beginn einer nicht immer konfliktfreien aber amüsanten Frauenfreundschaft. Während sie sich gegenseitig bei ihren Erste-Welt-Problemen helfen, haben sie über die Flüchtlingskrise vollkommen unterschiedliche Meinungen. Ein Jahr haben die Schauspielerin Rita Hatzmann und die Journalistin Tina Goebel Anekdoten aus ihrem Leben und dem anderer Bewohner des Sonnwendviertels gesammelt und niedergeschrieben. Sie schlüpfen dabei jeweils in die Rolle der anderen – die Journalistin spielt die angehende Schauspielerin und Rita Hatzmann spielt die toughe Nachrichtenredakteurin.
„Eine fulminante und rundum gelungene Premiere am Saisonende. Selten habe ich in dieser Saison ein Stück gesehen, dass so sehr einer bestimmten Theatertradition verpflichtet war wie dieses. Vor allem: was für einer! Die kleinen Pariser Vorort-Bühnen des 18. und 19. Jahrhunderts – und auch jene in der Leopoldstadt – spielten unterhaltsame und gleichwohl ernste, weil den Alltag spiegelnde Komödien, eben wie „Schönwettermenschen“. Als dann das Kino kam, das Radio, das Fernsehen, starb das alles ab. Es ist schon erstaunlich, dass gut 160 Jahre später so ein Text geschrieben, in dieser Weise aufgeführt solch ein Publikum finden konnte. Der Saal war überfüllt wie ein sizilianisches Kino kurz nach dem Krieg. Und die Stimmung war von der ersten Pointe an „bombe“, wie man in der Donaustadt sagt. Die Leute kreischten vor Vergnügen und weinten echte Tränen bei den traurigen Stellen.“ (Von taz-Theaterkritiker Joachim Lottmann 08.06.2016)
„…und sorgen in den eineinhalb Stunden für viel Lachen im vollbesetzten Saal – über slapstickartige Szenen, über Missgeschicke und Situationen, die den meisten selbst nicht so ganz unbekannt sein dürften.“ (Kurier Kritik von Heinz Wagner 09.06.2016)

 

Eintritt: 15,-


 

 

KiKi-FAMILIENDISCO

mit DJ THOMAS

„Erste Familiendisco im Innviertel”
LIFEBALL-DJ im KiK

Samstag, 22. April, 16:00 Uhr

Erstmals im Innviertel gibt es eine Disco für Jung und Alt, die KiKi-Familiendisco (KiBUS im KiK). Veranstalter sind der Elternverein KiBUS (Kinderbetreuung und Seminar/ www.kibus.org), die Rieder Kinderbetreuungseinrichtung basierend auf den Ideen von M. Montessori und der Kulturverein KiK. Das ist ein Schulterschluss zwischen der Welt der großen und der kleinen Menschen. Die Familiendisco boomt bereits in vielen Großstädten. Sie ermöglicht ein generationsübergreifendes Erlebnis, bei der die ganze Familie gemeinsam das Tanzbein schwingt, egal ob groß oder klein, jung oder alt. Aufgelegt wird jede Musikrichtung, die beim Publikum für Stimmung sorgt - von Disco zu Rock, Soul und Sambabrasil. DJ Thomas ist vor allem durch seine Auftritte am Lifeball, in der Hofburg und in der Wiener Clubszene bekannt (https://www.dj-thomas.at/). Von Hochzeiten bis Firmenfeiern ist er österreichweit die Top Adresse, wenn es darum geht, gute Stimmung zu machen und gleichzeitig mit Feingefühl auf die Stimmung vor Ort einzugehen. Die Familiendisco ist eine Fundraising Veranstaltung, DJ Thomas legt pro-bono auf, der Erlös fließt in den Verein KiBUS. Der Eintritt für Erwachsene und Kinder beträgt je 5 Euro. Für das leibliche Wohl sorgen die KiK-Bar und ein KiBUS-Buffet. Karten gibt es ab 01.04.2017 und zwar ausschließlich in der Rieder Buchhandlung Bücherwurm, Bahnhofstraße 20, Telnr. 07752 84871.

 

 

Eintritt: 5,-


 

FRANZOBEL

„Das Floß der Medusa”

LESUNG

Dienstag, 25. April, 20:00 Uhr

Was bedeutet Moral, was Zivilisation, wenn es um nichts anderes geht als ums bloße Überleben? 18. Juli 1816: Vor der Westküste von Afrika entdeckt der Kapitän der Argus ein etwa zwanzig Meter langes Floß. Was er darauf sieht, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren: hohle Augen, ausgedörrte Lippen, Haare, starr vor Salz, verbrannte Haut voller Wunden und Blasen … Die ausgemergelten, nackten Gestalten sind die letzten 15 von ursprünglich 147 Menschen, die nach dem Untergang der Fregatte Medusa zwei Wochen auf offener See überlebt haben. Da es in den Rettungsbooten zu wenige Plätze gab, wurden sie einfach ausgesetzt. Diese historisch belegte Geschichte bildet die Folie für Franzobels epochalen Roman, der in den Kern des Menschlichen zielt. Wie hoch ist der Preis des Überlebens?
Franzobel, geboren 1967 in Vöcklabruck, ist einer der populärsten und polarisierendsten österreichischen Schriftsteller. Er erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter 1995 den Ingeborg-Bachmann-Preis und 2002 den Arthur-Schnitzler-Preis. Bei Zsolnay erschienen zuletzt die Krimis „Wiener Wunder“ (2014), „Groschens Grab“ (2015) sowie 2017 sein aktueller Roman „Das Floß der Medusa“
Für Rezensent Tilman Krause ist dieser Roman das „Gipfelwerk“ des österreichischen Autors Franzobel. Die Courage muss man erstmal haben, sich mit dem Untergang der Medusa im Jahre 1816 einem „Topos der europäischen Unheilserfahrung“ derart unbefangen und mit solch „schöpferischer Wucht“ zu nähern, staunt der Kritiker. Mehr noch: Wie Franzobel mit einer Prise Humor, vor allem aber mit viel detailreicher Drastik das größte „Grausamkeitstheater“ seit Grimmelshausen entwirft, dabei auf Splatter-Elemente verzichtet und stets nachvollziehbar bleibt, ringt dem Rezensenten allergrößte Anerkennung ab. Trotz seiner bisweilen „plebejisch“ unerschrockenen Erzählhaltung verletzt der Autor nie die Würde der Opfer oder die Ernsthaftigkeit des Sujets, schließt der Kritiker, der selten einen so temporeichen und raffinierten Historienroman gelesen hat.

Die Veranstaltung findet mit Unterstützung des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels sowie in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Thalia Ried statt.

Eintritt: 10,-


 

HANS-PETER JUNGER

& DIE JÜNGER

„Hinterhof des Glücks”

CHANSONESKER ROCK

Freitag, 28. April, 20:00 Uhr

Raubeinig, rauchig und knüppelhart wie das Leben selbst ist das Klanggewebe, in das Hans-Peter Junger seine chansonesken Liedkompositionen verpackt. Mal zärtlich, mal ironisch, mal melancholisch, mal heiter erzählt er von der Liebe, vom Scheitern, von Leid und Leidenschaften. Dabei entführt er die Zuhörer mit charismatischer Stimme in seinen Hinterhof des Glücks, wo Sehnsucht und Fernweh geweckt werden und einen gehörig die Reiselust packt, mit ihm über die schwere See zu fahren und ferne Häfen anzulaufen.

Mit an Bord und auf die Bühne hat sich Hans-Peter Junger „die Jünger“ geholt, eine eingeschweißte, knochentrockene, kompromisslose und tighte Formation, die mit Kraft und Gefühl zugleich auf unverkennbare Weise souverän das weite Spektrum seiner Lieder interpretiert. Da spült sich melodienreich sanfter „laid-back“ Sound in die Gehörgänge hinein, wehen zarte Brisen, ehe überraschend tobend ein Orkan losbricht, bis Deck und Luken geflutet sind, und die Liveperformance der Jünger und ihres Käpt´ns zu einem intensiven Rockerlebnis der Extraklasse wird.

Besatzung: Hans-Peter Junger – Gesang, Piano, Gitarre, Akkordeon; Albert Radlinger – Gitarre; Andreas Mitterbuchner – Bass, Gesang, Akkordeon, Thomas Jungmayr – Schlagzeug

 

Eintritt: 18,-